spagehtti-kürbis

Er sieht unscheinbar aus, aber wenn man ihn richtig zu behandeln weiß, kann man mit dem Resultat Gäste beeindrucken. Der Spaghetti-Kürbis hat die besondere Eigenschaft, dass er nicht nur lecker schmeckt, sondern nach dem Kochen in Spaghetti-artige Streifen zerfällt. Damit er das macht, gehe man folgendermaßen mit ihm um:

  • Man nehme Speck (kleingewürfelt), Butter, Petersilie (kleingeschnitten), Salz und Pfeffer
  • Man koche den Spaghetti-Kürbis im Ganzen, mit Schale und allem, für ca. 1 Stunde (bis er weich ist).
  • Dann etwas abkühlen lassen.
  • Dann die Kerne entfernen.
  • Dann das Fruchtfleisch auskratzen.
  • Dann Butter in einer großen Pfanne erhitzen und den Speck darin auslassen.
  • Dann den Spaghetti-Kürbis und die Petersilie leicht mit braten und gut durchheben.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

herstellermarke

Die Herstellermarke ist der Gegenbegriff zur Handelsmarke. Bei Produkten, die unter Herstellermarken vertrieben werden, bleibt stets klar nachvollziehbar, woher die Ware stammt und nach welchen Kriterien sie hergestellt wurde. Die Hersteller stehen selbst in der Öffentlichkeit und müssen sich dort für die Qualität ihrer Produkte verantworten. In der Bio-Branche handelt es sich oftmals um traditionsreiche Familienunternehmen, die sich über einen langen Zeitraum mühsam das Vertrauen der Verbraucher verdient haben.

handelsmarke

Die Handelsmarke ist der Gegenbegriff zur Herstellermarke. Es ist eine den Produkten verschiedener Hersteller übergestülpte, übergreifende Markenbezeichnung, hinter der die Identität des Produktes oftmals verschwindet – Rewe Bio, Edeka Wertkost und Alnatura sind solche Handelsmarken. Unter dem Schirm dieser Marke können Hersteller beliebig ausgetauscht oder Produkte verschiedener Herkünfte miteinander gemischt werden, ohne dass es dem Kunden bewusst wird. Wegen der von der wachsenden Nachfrage ausgelösten Nachschubschwierigkeiten werden für Handelsmarken zum Beispiel oftmals Waren aus dem Ausland hinzugekauft, wo Kontrolllen wesentlich weniger streng sind – dieses Problem haben kleinere Läden, die sich aus gewachsenen, regionale Strukturen speisen und Herstellermarken führen, wesentlich weniger.

Das bedeutet nicht, dass Handelsmarken-Produkte zwangsläufig schlecht sind – aber es bedeutet sicherlich, dass solche Produkte gegenüber anderen an Nachvollziehbarkeit, Transparenz, Authentizität, Regionalität verlieren – und an Überprüfbarkeit: Wenn es in den letzten Jahren Skandale wegen Schadstoffen in Bio-Ware gegeben hat, dann handelte es sich im allergrößten Teil der Fälle um Produkte, die unter Handelsmarken vertrieben wurden.

klimagipfel videotagebuch

Eigentlich ist das Thema Klimaschutz ja seit dem Gipfel schon vollkommen überholt – aber vielleicht interessiert sich ja doch noch jemand? Wäre doch schön. Hier ein Link zum NDR Weltbilder Videotagebuch zu Kopenhagen, übrigens hergestellt von einer Kundin der warenwirtschaft.

palmöl revisited

Manch einer erinnert sich: Vor einer Weile war mal die Nachhaltigkeit von Palmöl in den Medien ein Thema. Wir haben daraufhin diesen Text dazu geschrieben. Inzwischen ist der aktuellen Schrot&Korn ein Artikel zum Thema, der insgesamt zuversichtlich stimmen kann, jedenfalls uns: Bio-Palmöl, so heißt es dort, ist noch eine ganze Ecke unbedenklicher als das damals in der Kritik stehende zertifiziert nachhaltige, dessen Bewertungskritierien sich noch in der Ausarbeitung befinden. Bio-Palmöl wird fast ausschließlich von zwei im Artikel vorgestellten Betrieben in Südamerika hergestellt. Für die Palmöl enthaltenden Produkte, die ihr bei uns im Regal findet, kommt der Rohstoff nach Auskunft aller Hersteller, die auf unsere Anfrage damals geantwortet haben, von dem kolumbianischen der beiden südamerikanischen Ölproduzenten.

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Verehrte Mitgliedschaft,

aus Gründen besonderer Dringlichkeit schon jetzt der nächste Newsletter. Denn, und das sollt ihr wissen, bald kommt das

Weihnachtszu
Unsere alljährliche (also inzwischen schon zweite) vertraglich zugesicherte Weihnachtsschließzeit nähert sich; die warenwirtschaft wird zwischen den Jahren die Pforten verriegeln. Genauer heißt das:
Am 24.12. öffnen wir nur bis 12:00 Uhr. Vom 25.12. bis zum 3.1. schließen wir.
Grollet nicht! Seht das als eine Chance, anderswo einzukaufen und dann nochmal neu zu merken, dass es bei uns schöner ist! Und gönnt uns die Gelegenheit, den Laden in Ruhe auf Vordermann zu bringen, Inventur zu machen und auch mal mit unseren teils weit entfernten Familien besinnlich die Beine hochlegen zu können. Dazu noch derselbe Tipp wie letztes Jahr: Wenn ihr es einrichten könnt, wartet mit euren großangelegten Weihnachtseinkäufen nicht bis zum letzten Tag, denn da wird bei uns a) die Hölle los sein und b) die eine oder andere frische Ware ausgehen, weil wir in der geschlossenen Zeit natürlich möglichst wenig Verderb haben wollen.

Klimakatastrophe
Schon zum zweiten Mal ist uns über Nacht der Tiefkühlschrank abgetaut und damit 300 Euro an Ware den Bach runtergegangen, weil die Tür nicht richtig zu war. Sowas ist für unseren knapp wirtschaftenden Laden natürlich echt schmerzhaft. Macht vermutlich gar nicht groß Sinn, das hier zu sagen, denn es war ja bestenfalls nur einer von euch vielen, und der mit Sicherheit nicht mit Absicht, aber: Achtet doch bitte mit drauf, dass ihr die Tür wieder ordentlich zumacht, wenn ihr euch was aus der Tiefkühlung holt.

Neues Brot
Wie ja bereits angekündigt geben wir der inzwischen ganz beträchtlichen Fanbase des Arpshofes ein neues Brot: Den Hofknust. Dabei handelt es sich um ein im Vergleich zu Volles Korn, Sesamdimo und Dierstorfer eher leichtes Brot aus Roggen- und Weizenmehl mit einem Hauch Koriander.
Aber damit hören die Innovationen nicht auf: Zusätzlich zum Arpshof haben wir eine weitere kleine Hofbäckerei mit ins Programm genommen. Aus dem Holzofen von Hof Wörme bekommen wir bereits seit ein paar Wochen jeweils Mittwochs und Freitags morgens leckeres Gebäck, als da wären zum Beispiel das würzige Honig-Salz-Brot, die imposante, weil quasi meterlange Wörmer Stange und das Dinkel-Kürbiskern-Brot, und nicht zu vergessen die grandiosen Knusperstangen mit Röstzwiebeln und Senf. Man munkelt, dass bald noch ein Walnuss-Kartoffel-Brot dazukommen soll.
Also für die Freunde des besonderen Brotes noch einmal der Brot-Wochenplan zusammengefasst:
Dienstags (ab mittags) Arpshof, mittwochs Wörme, donnerstags (ab mittags) Arpshof, freitags Wörme. Und natürlich wie gehabt jeden Tag frisches Brot von Bahde.

Mählmann
Schon seit geraumer Zeit haben wir hin und wieder eine Kiste Äpfel oder Birnen oder Pflaumen von Birgit und Ralf Mählmann bezogen, aber die Qualität und der Preis der Ware waren so gut, dass es inzwischen eine Menge mehr ist und hier eine Erwähnung verdient. Die Mählmanns haben einen Naturland-zertifizierten Obsthof im Alten Land und stehen sonst vor allem auf den Hamburger Märkten; durch eine glückliche Fügung aber können wir uns einmal die Woche von ihnen beliefern lassen. Sie haben uns zum Beispiel den grandiosen Wellant-Apfel gebracht (den es leider erst wieder nächstes Jahr geben wird, und zwar wegen eines obskuren belgischen Apfelkomplotts), und die leckeren Birnen, die ihr seit Wochen kauft, kommen auch von ihnen. Die Sachen von Mählmann erkennt ihr an der Naturland-Aufschrift auf den Schildern und am selbst für unsere Verhältnisse sehr günstigen Preis.

Wein, kalt
Am Freitag, dem 11.12. ab 16:00 Uhr besucht uns Christian Schossau, Mitbegründer unseres Marburger Quasi-Vorbild-Ladens Onkel Emma, alter Freund der Familie, inzwischen bei unserem Weinlieferanten VivoLoVinuntergekommen und dort in Eichenfässern zum vollmundigen Kenner herangereift. Nach eigener Aussage bringt er „ein paar feine Tröpfchen“ zum probieren mit. Wer sich auch nur im entferntesten für Wein interessiert, sollte vorbeischauen, es gibt leckeres zu trinken und sicher auch einen ganzen Haufen interessante Vokabeln zu lernen – für lau.

Wein, heiß
Und am Tag drauf: Glühweintrinken (und Punschtrinken natürlich auch) bei uns auf der Terrasse (hatten wir schon angekündigt, hiermit seid nochmal erinnert). Samstag, 12.12., Beginn plusminus mit Einbruch der Dunkelheit, also, sagen wir, um genau 17:00 Uhr. Nicht für lau, aber für gute Preise.

Neue Sachen

  • Piepenrieker Schafweichkäse (womöglich aber nur vorübergehend)
  • 3 tolle neue Rotweine: Selenita tinto aus dem Montsant in Katalonien/Spanien. Five Plots Shiraz aus Australien. Estatura aus der Toskana – nicht ganz günstig, aber sein Geld wert, denn: „Tief, komplex und voller Würze präsentiert sich dieser im Barrique ausgebaute Sangiovese nach einer gewissen Dekantierzeit! Dunkel und mit toller Mischung aus Kirschfrucht und Struktur.“ So jedenfalls das VivoLoVin-Weinlexikon. Wär das nix für den anspruchsvollen Weinkenner als Weihnachtsgeschenk?
  • Bald Suppen von Sonnentor: Schutzengel-Suppe und Dinkel-Cremesuppe.
  • Rumba – das Bio-Nippon (soll heißen: Gepuffter Reis in Schokoladenhülle)
  • Der „Edle Augustin“ – ein außerordentlich leckerer Apfelsaft (jedenfalls für diejenigen, die ihren Apfelsaft fruchtig-süß mögen), den Voelkl ausschließlich aus Äpfeln vom Demeter-Obsthof Augustin im Alten Land macht, von dem auch wir einen Großteil unserer Äpfel beziehen. Die total regionale Nachvollziehbarkeit!
  • Yogi-Tee lose und Yogi-Tee Rose. Ersterer macht ein bisschen mehr Mühe beim Kochen als die Beutel-Variante, aber schmeckt einfach wesentlich besser. Zweiterer reimt sich auf Ersteren.

Ganz zum Schluss noch eine Erinnerung an die Schrot&Korn-Leserwahl: Falls ihr noch nicht über euren Lieblingsbioladen (Welcher ist es? Welcher? Welcher?) ein Urteil abgegeben habt, könnt ihr das noch bis zum 8.12. tun – entweder online hier (leider unnötigerweise ganz schön umständlich) oder mit einer vorgestempelten Wahl-Postkarte, die ihr bei uns auf dem Kassentresen findet. Wir freuen uns über möglichst viele Beurteilungen!

 

Bis demnächst,

 

Anne, Berit, Florian, Nico und Reuli

Übrigens: Fans können alte Newsletter aus vergangenen Zeiten hier im Archiv betrachten und zum Beispiel auswendig lernen.

 

 

 

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