milch machen

Aus aktuellem Anlass und um der Medienaufmerksamkeit seriös und professionell zu begegnen: Was zwischen Kuh und heimischem Kühlschrank mit unserer Milch gemacht wird.
Vorzugsmilch haben wir nicht, hatten wir aber mal – es handelt sich um die unbehandelteste Milch, die im Handel zu kriegen ist. Sie wird lediglich gefiltert und dann verpackt, muss innerhalb von 96 Stunden nach Austritt aus der Kuh verzehrt werden und unterliegt äußerst strengen Hygienevorschriften, was die Herstellung für den Produzenten sehr aufwendig macht. Der Hamfelder Hof hatte Vorzugsmilch im Angebot, bis die gesetzlichen Hygienebestimmungen für den Verkauf dieses Produkts so sehr verschärft wurden, dass die notwendigem neuen Verfahren den Kostenrahmen gesprengt hätte. Also hat der Hamfelder Hof bis auf weiteres darauf verzichtet, Vorzugsmilch zu produzieren, und wir damit auch darauf, sie zu verkaufen.

Frischmilch haben wir natürlich, und zwar im blauen und roten Tetrapak vom Hamfelder und in der Flasche vom Arpshof. Die Arpshof-Milch wird lediglich pasteurisiert – das heißt, für 15 bis 30 Sekunden auf 72 bis 75 Grad erhitzt und danach sofort wieder abgekühlt. Beim Pasteurisieren handelt es sich um ein schonendes und für alle Milchprodukte außer Vorzugsmilch gesetzlich vorgeschriebenes Verfahren, das die Haltbarkeit der Milch erhöht, krankheitserregende Keime (wegen denen Vorzugsmilch manchen Experten als bedenklich gilt) abtötet und den allergrößten Teil der „guten“ Inhaltsstoffe erhält. Pasteurisierte Milch ist insgesamt acht bis zehn Tage haltbar.

Die Hamfelder Frischmilch (die vollfette im blauen und die fettarme im roten Tetrapak) ist zwar ebenfalls auf der Packung als lediglich pasteurisiert ausgewiesen (was von Gesetzes wegen durchaus in Ordnung so ist), ist aber mit einem Verfahren behandelt, das sich von der üblichen Pasteurisierung unterscheidet: Sie wird durch Injektion von 125° heißem Wasserdampf auf wesentlich höhere Temperaturen gebracht – allerdings nur für sehr kurze Zeit, nämlich 1 – 1,5 Sekunden, bevor sie wieder auf 2° abgekühlt wird. Dieses Vorgehen in Verbindung mit der sorgfältigen sterilen Abfüllung erhöht die Haltbarkeit der Milch auf bis zu drei Wochen.
Laut Hamfelder Hof gibt es zwischen herkömmlicher pasteurisierter Milch und der im Injektionsverfahren behandelten keine messbaren Unterschiede. Tatsächlich ist man dort sehr stolz auf diese schonende, verlustfreie Haltbarmachung der Milch; das Verfahren ist in dieser Form in Deutschland einzigartig. Somit handelt es sich bei der Hamfelder Milch in allen Varianten zwar um eine sogenannte „ESL“-Milch (Extended Shelf Life), aber die Methode, mit der die längere Haltbarkeit erreicht wird, bewahrt Qualität, Inhaltsstoffe und Geschmack besser, als es bei anderen Herstellern der Fall ist.

Die braun bedruckte Hamfelder „Längerfrische„, und das ist leider ziemlich irreführend, ist zwar auf der Packung als „längerfrisch“ und „hocherhitzt“ und nicht als Frischmilch ausgewiesen, unterscheidet sich aber von ihren blauen und roten Geschwistern nicht durch höhere Erhitzung – sie wird demselben Erhitzungsverfahren unterzogen wie die anderen beiden auch. Die Haltbarkeit von bis zu vier Wochen wird durch eine zusätzliche Homogenisierung erreicht. (Die beiden Frischmilche sind nicht homogenisiert, weshalb sich nach ein paar Tagen eine Rahmschicht auf der Oberfläche bilden kann, die nix schadet und durch Schütteln wieder unauffällig wird.) Bei der Homogenisierung wird die Milch wird unter sehr hohem Druck auf eine Metallplatte gespritzt. Dabei zerplatzen die enthaltenen Fetttröpfchen in sehr viel kleinere Fetttröpfchen, die sich besser und gründlicher in der Milch verteilen und dort auch länger bleiben, so dass sich kein Rahm bildet. Manche Ernährungsexperten sind der Meinung, dass homogenisierte Milch leichter verdaulich ist, andere denken, dass die kleineren Fetttröpfchen leichter ins Blut geraten und unter Umständen Allergien auslösen können – ganz einig ist man sich also nicht. Die Homogenisierung erhöht jedenfalls die Haltbarkeit um einige Tage.

Die Demeter-Flaschenmilch vom Arpshof ist eine klassische, nach dem üblichen Verfahren pasteurisierte und nicht homogenisierte Frischmilch und das Produkt der Wahl für diejenigen, die ein möglichst naturbelassenes Produkt kaufen möchten und sich mit der geringeren Haltbarkeit von einer guten Woche arrangieren können. Dafür gibt es verschiedene gute Gründe: Auf kurzen Transportwegen wie diesem ist eine Mehrwegflasche die umweltfreundlichere Verpackungsvariante. Die Arpshof-Milch ist unsere günstigste. Und: Der Arpshof ist der letzte Hof in Norddeutschland, der seine Milch selbst aufbereitet und vertreibt, also seine eigene Milchmarke hat. Alle anderen haben das Milchgeschäft entweder aufgegeben oder geben ihre Milch an große Meiereien ab, weil sich eine eigene Vermarktung nicht mehr trägt. Das tut sie übrigens im Fall des Arpshofes auch nicht, aber die Leute dort machen damit weiter, weil es ihnen Freude macht. Und wenn der Arpshof das so sagt, dann glauben wir denen das. Mit dem Kauf der Arpsmilch leistet man also einen Beitrag zum Fortbestand eines regionalen, mit Liebe gemachten Produktes mit Identität und Charakter, das obendrein gut schmeckt.

Den SZ-Artikel über das Für und Wider der verschiedenen Milche, der wohl für einen guten Teil des Aufruhrs um ESL-Milch verantwortlich ist, lese der interessierte Mensch hier. Der Text, der heute auf der Website des Hamfelder Hofs als Reaktion auf dem Rummel erschien, ist hier anzuschauen.

für die nachwelt

Damit es nie, nie in Vergessenheit gerät und Generationen von zukünftigen Fans darüber staunen können: Die warenwirtschaft war im Fernsehen. Zugegeben, es ist jetzt schon eine Weile her, dass der Beitrag ausgestrahlt wurde, und noch länger, dass das Filmteam bei uns zu Besuch war – schaut nur die leichte Kleidung der Protagonisten! Hach, Sommer! – aber die Mühlen der Bio-Branche malen langsam. Wir brauchen eben unsere Zeit. Wir lassen dem Wirsing alle Ruhe, die er braucht, um seine volle Reife zu entfalten. So oder so: Hier ist er, der Film. Aus der NDR-Sendung „Markt!“ vom 24.11.2008. Das eine oder andere möchten wir noch ergänzend und richtigstellend hinzufügen: Florian und Nico sind schon eine ganze Weile keine Studenten mehr, sondern richtige Akademiker mit ordnungsgemäßen Abschlüssen. Und Berit und Reuli hatten ihr Café auch nicht so richtig alleine, sondern waren, wie in der warenwirtschaft auch, Teil eines Kollektivs, das nach wie vor besteht und sich sicherlich wundern würde, zu erfahren, dass die beiden die Kollektiv-Idee wohl irgendwie missverstanden haben… Zu guter letzt, wie schon an vielen Stellen erwähnt: Die Idee für das Mitglieder-Modell ist nicht unsere gewesen, sondern hat Tradition.

geflügel-engpass

Wie viele andere in der Branche sind auch wir von der Sperrung des Bioland-Betriebes RoBert’s Geflügel betroffen. Geschlossen worden ist da durchaus zu recht: RoBert’s ist eine Vertriebsfirma für die Produkte verschiedener Bioland-Geflügelhöfe. Einer dieser Höfe hat deutlich gepfuscht: Statt dem von EG-Bio- und Bioland-Richtlinien vorgeschriebenen Bio-Futter ist konventionelles Futter in großen Mengen zugekauft und verfüttert worden – damit sind Tiere als bio gehandelt worden, die nicht bio sind. Der Bioland-Verband hat dem Hof fristlos gekündigt. Nun ist der Besitzer des betreffenden Hofes, Berthold Franzsander, zugleich Gesellschafter bei RoBert’s, und auch dort ist nicht hundertprozentig seriös gearbeitet worden: Leider konnte RoBert’s die Herkunft der verschiedenen vertriebenen Produkte nicht nachvollziehen, so dass nicht klar ist, welches Fleisch von den korrekt wirtschaftenden Höfen stammt und welches vom Franzsander-Hof – also ist auch der Vertriebsfirma RoBert’s ein Vermarktungsverbot auferlegt worden. Hier findet ihr die Stellungnahme von Bioland, undhier einen Artikel zum Thema in der taz.
So ein Ereignis kann man nur mit viel Mühe ins Optimistische wenden: Die Tatsache, dass es bemerkt wird, spricht dafür, dass die Kontrollen funktionieren. Trotzdem ist ein solcher Sturz natürlich nicht nur für euch ärgerlich, die guten Gewissens Bio-Preise für nicht hundertprozentige Bio-Ware bezahlt haben, sondern immer auch ein herber Schlag für eine Branche, in der jenseits der unentbehrlichen Kontrollen Glaubwürdigkeit und über langjährige Geschäftsbeziehungen aufgebautes Vertrauen eine große Rolle spielen.
Für unseren und euren Alltag bedeutet das zunächst mal eine Geflügelknappheit – RoBert’s war einer der größten Vertreiber von Bio-Geflügel, und es wird ein Weilchen dauern, bis andere Betriebe sich entsprechend aufgestellt haben, um die Lücke zu schließen. Voraussichtlich werden wir in Zukunft verstärkt auf Geflügel vomBauckhof setzen. Der Bauckhof ist ein Demeter-Betrieb, der seit vielen Jahren sehr gute und konsequente Arbeit macht, in letzter Zeit am Aufbau einer Geflügelproduktion arbeitet und das jetzt mit dem Ausscheiden von RoBert’s natürlich umso nachdrücklicher tut. Fürs erste allerdings ist unser Fleischrepertoire deutlich kleiner geworden; die aktuelle Bestell-Liste findet ihr wie immer hier und im Laden auf dem Tresen. Falls Ihr dennoch Geflügel bestellen wollt, geht das momentan nur unter Vorbehalt – wir werden dann bei unserem Großhändler im Einzelnen nachfragen, ob und zu welchem Tag das zu kriegen ist und Euch dann telefonisch Rückmeldung geben. Aber auch das wird bald wieder besser und einfacher.

warenwirtschaft newsletter 14

warenwirtschaft

 

Hamburg, im Januar eines nagelneuen Jahres 2009

In neuer Frische! Voller Elan! Ihr auch? Das schaffen wir schon, dieses 2009. Das wird gut.

Geflügel
Dies ist keine gute Nachricht, aber leider so wichtig, dass sie gleich an den Anfang muss. Fortan werden wir kein Fleisch mehr von RoBert’s vertreiben – denn RoBert’s hat gepfuscht. Die Details könnt ihr hier in der taz nachlesen. In aller Kürze: Bei RoBert’s Zulieferer ist unerlaubterweise konventionelles Futter an die Tiere gegeben worden, und zwar im großen Stil. Damit hätte das Fleisch nicht als bio verkauft werden dürfen, und mit Bioland-Siegel schon gar nicht. So ein Ereignis kann man nur mit viel Mühe ins Optimistische wenden: Die Tatsache, dass es bemerkt wird, spricht dafür, dass die Kontrollen funktionieren. Trotzdem ist ein solcher Sturz natürlich nicht nur für euch ärgerlich, die guten Gewissens Bio-Preise für nicht hundertprozentige Bio-Ware bezahlt haben, sondern immer auch ein herber Schlag für eine Branche, in der jenseits der unentbehrlichen Kontrollen Glaubwürdigkeit und über langjährige Geschäftsbeziehungen aufgebautes Vertrauen eine große Rolle spielen.
Man kann in einer solchen Situation nichts anderes tun, als konsequent zu reagieren und die Karten auf den Tisch zu legen, was wir hiermit zu tun hoffen. Für euch bedeutet das, dass in der nächsten Zeit Geflügel schwieriger zu besorgen sein wird, bis der Bauckhof seine geplante Erweiterung in der Geflügelproduktion umgesetzt hat oder sich andere Quellen auftun.

Fernsehen
Viele von euch waren ja im Fernsehen und wissen das womöglich noch gar nicht. Schaut mal hier – wir haben es endlich geschafft, einen Mitschnitt des Beitrags über die warenwirtschaft in der NDR-Sendung „Markt“ in die Finger zu kriegen und ins Internet zu servieren. Leider haben wir an dem Filmtag alle nicht richtig lippensynchron gesprochen – das kommt ja immer wieder mal vor, je nach Windstärke und Lichteinfall.

Schließzeit
Nun hatten wir ja zwischen den Jahren an zwei ganzen und zwei halben Tagen, an denen andere Geschäfte vielleicht geöffnet hatten, nicht geöffnet. Hätten wir nicht geschlossen, dann hätten wir nicht nur unsere in Deutschland verstreuten Familien nicht so ohne Weiteres besuchen können, wir hätten außerdem zusätzlich unsere Inventur und die nötigen Renovierungsarbeiten an den Feiertagen oder nachts machen müssen – insofern waren wir sehr, sehr froh um einige zusammenhängende Tage, an denen wir nicht für euch an den Theken stehen mussten. Übrigens das erste mal, dass wir mehr als zwei Tage am Stück nicht arbeiten mussten, seitdem wir mit der Renovierung des Ladenlokals im April angefangen haben. Für den einen oder die andere von euch war es sicherlich unschön, zwischen den Jahren nicht bei uns einkaufen zu können, aber von vielen kam auch Zuspruch im Sinne von „Das habt ihr euch jetzt aber auch verdient“. Kritik hat es allerdings auch gegeben – freundliche und konstruktive (die wir uns immer gerne anhören), aber auch weniger freundliche. Und eine Kündigung. Für die schweigende Mehrheit, von der wir nicht wissen, ob und wieviel Verständnis für die Schließung da ist, nochmal ein paar Worte:
Wir wollen uns hier jetzt sicherlich nicht als wer weiß was für Gutmenschen verkaufen – aber wir glauben, dass unser Laden eine Menge mehr auf die Kunden zugeht und mehr Blicke hinter die Kulissen zulässt, als das andere Läden tun. Bei aller Wertschätzung des Servicegedankens war uns aber auch immer wichtig, dass unsere Arbeit uns nicht nur finanziell einigermaßen über Wasser hält, sondern uns auch die Freiräume lässt, einem gesunden Sozialleben nachzugehen. Die warenwirtschaft behält sich vor, insgesamt drei Wochen im Jahr für Instandsetzungsarbeiten und Ähnliches zu schließen – eben damit solche Dinge nicht als Überstunden gemacht werden müssen, aber auch, damit diejenigen von uns, die das möchten, auch mal gemeinsam Urlaub machen können. Die Mitgliederbeiträge sind aufs ganze Jahr gerechnet; ein Monat, in den solche Schließzeiten fallen, kann deshalb nicht weniger kosten als jeder andere. Das ist nichts, was wir uns jetzt aus den Fingern saugen, sondern steht so in den Geschäftsbedingungen, die jedes Mitglied unterschreibt.
Wir haben alle Kommunikationskanäle genutzt, die uns eingefallen sind, um die Schließzeit rechtzeitig und mehrfach anzukündigen – Website, Newsletter, Aushänge. Es tut uns leid, wenn die Schließung scheinbar manch einen von euch trotzdem überrumpelt hat. Beim nächsten Mal machen wir es möglichst noch deutlicher. Aber auf die insgesamt drei geschlossenen Wochen im Jahr werden wir nicht verzichten können und wollen.

Rampe
Ein seeehr altes Thema. Und so richtig etwas Neues zu sagen gibt es dazu eigentlich auch nicht. Dies nur als Hinweis, dass wir weiterhin daran arbeiten: Bisher haben wir keine erschwingliche und zugleich rundum runde Variante finden können und sind drauf und dran, uns für eine erschwingliche und nicht ganz so runde zu entscheiden, die dann zumindest für die Kinderwagenfahrenden eine Erleicherung bringen wird. Es gilt bloß noch, ein letztes Angebot abzuwarten, und dann wird sich auch wirklich was tun. Seit mindestens Mai letzten Jahres krebsen wir um diese Rampengeschichte herum und suchen und diskutieren uns blöde… Hätte keiner gedacht, dass in dieser ganzen Firmengründungs-Angelegenheit ausgerechnet das der anstrengendste Punkt werden würde.

Zahlen
Die Zahlen sind gut! Obwohl wir Umsätze und Mitgliederzahlen deutlich jenseits unserer Planungen hatten, ist ein paar Monate lang wesentlich weniger Geld hängengeblieben als geplant – wir hatten das auf unsere übereifrigen Sortimentserweiterungen zurückgeführt und da, wie ihr euch erinnert, erstmal gebremst. Und siehe: Mit einem mal stimmt alles mit dem Plan überein, offenbar haben wir in der Entwicklung unseres Geschäftsmodells keinen groben Fehler gemacht. Mit der jetzigen knappen Besetzung – fünf Kollektivmitglieder, die für sehr wenig Geld sehr viel arbeiten, plus eine Aushilfe – brauchen wir noch etwa 75 Mitglieder mehr, um einigermaßen kostendeckend funktionieren zu können. Das ist überschaubar – zwar hat die Mitgliederzahl den Dezember über stagniert (wie in der Branche allgemein üblich, versichern uns unsere Freunde von den anderen Mitgliederläden), aber inzwischen werden wir wieder mehr. Und wenn es dann noch ein paar mehr werden – das Ziel liegt nach wie vor irgendwo zwischen 500 und 600 – können wir womöglich irgendwann anfangen, unsere Schulden zu tilgen, an Altersvorsorge zu denken und uns selber ein bisschen mehr Stundenlohn zu gönnen. Goldene Zeiten…

Neue Sachen
An neuen Sachen bloß Käse. Aber leckeren: Manchego Picao, Pecorino Romano, Le Montsurais (fettarmer Brie) und bald endlich Schafsfrischkäse mit und ohne Kräuter (Moorhexe). Ach ja, und es gibt endlich wieder leckere Mangos, die verkaufen wir dann auch gerne. Kent heißt die Sorte, ihr kennt sie vom letzten Jahr. Sie kommt aus Peru und schmeckt gut.

Und noch eine Privatangelegenheit
Florian und seine Mitbewohner suchern schon lange und dringend eine neue Wohnung. Insgesamt sind sie drei Erwachsene und drei Kinder. Damit brauchen sie also eine große Wohnung mit mindestens 5 Zimmern. Oder zwei benachbarte Wohnungen. Für nicht mehr als 1500 € warm. Im Bereich Ottensen, Altona, St. Pauli, Bahrenfeld. Das ist natürlich nicht einfach, und daher scheut er sich auch nicht, euch um freundliche Hinweise zu bitten, wenn ihr was wisst. Und dankt schon jetzt.

 

Schönen Tag noch,
Anne, Berit, Florian, Nico und Reuli

 

warenwirtschaft.

warenwirtschaft newsletter 13

warenwirtschaft

 

Hamburg, im Dezember 2008

Ihr alle!

Dies ist der vermutlich letzte Newsletter des Jahres. Also macht es euch gemütlich, vielleicht mit einem schönen Glas Wein und bei Kerzenlicht im Kreise eurer Lieben, und genießt ihn so richtig.

NeuSuppe!
Ab sofort, beziehungsweise seit einer guten Woche, bieten wir auf vielfache Nachfrage in der Mittagszeit Suppe an, und zwar möglichst jede Woche eine andere. Zur Zeit: Apfel-Kürbis. Sehr, sehr lecker. Die Portion ist reichlich, es gibt noch Schmand obendrauf und Brot dazu – das hält euch schön warm, wenn es draußen nass und kalt ist. Wenn euch die Idee gefällt, sendet uns ein Zeichen: Kauft Suppe.

Im Fernsehen
Viele von euch haben es ja zufällig gesehen, und eine ganze Menge neue Leute sind dadurch auf uns aufmerksam geworden: Am 24.11. lief ein sehr netter kleiner Beitrag über die warenwirtschaft im NDR-Verbrauchermagazin „Markt“, in dem nicht nur wir, sondern auch einige von euch zu Wort kommen. Leider haben wir selbst auch erst knapp vorher vom Sendetermin erfahren, so dass wir euch nicht mehr bescheidsagen konnten. Und aus unbekannten Gründen ist der betreffende Beitrag der einzige, der nicht im Beitrags-Archiv auf der NDR-Website abrufbar ist. Allerdings ist uns eine DVD mit der Aufzeichnung versprochen worden, und sobald wir die haben, denken wir uns irgendeine High-Tech-Lösung aus, wie wir diesen Meilenstein der Geschichte von Film und Fernsehen den Interessierten unter euch zugänglich machen können.

EC-Zahlungen
Weil sowas ja heutzutage technisch überhaupt kein Problem mehr ist, ist unser EC-Gerät über Nacht ohne unser Zutun übers Internet automatisch und zentral mit einem Update versehen worden, das uns auf den allerneusten Stand der Technik gebracht hat. Seitdem funktioniert so einiges nicht mehr.
Problematisch sind vor allem Sparda-Karten, manchmal auch Postbank. Meistens klappt es in so einem Fall dann im zweiten oder dritten Anlauf, aber manchmal eben auch nicht – und wenn ihr in so einer Situation kein Bargeld dabeihabt, müssen wir aus einem ganzen Haufen komplexer Gründe die Zahlung dann trotzdem als Barzahlung buchen und statt Bargeld einen Schuldenzettel in die Kasse legen. Und den müsst ihr aus ebendiesen Gründen dann beim nächsten Mal auch bar bezahlen, sonst gerät unsere Buchhaltung durcheinander, und unser Buchhalter versohlt uns die betriebswirtschaftlich unfähigen Hinterköpfe. Unser EC-Kartenbetreiber sowie die Sparda-Bank arbeiten daran, das Problem zu beseitigen, aber bis dahin bleibt uns nichts anderes übrig, als uns irgendwie damit zu arrangieren.

Mitgliedskartenverleih
Darf man eigentlich nicht, ist ja klar. Es gibt allerdings Situationen, in denen man es natürlich doch darf. Zum Beispiel, wenn ihr krank oder sonstwie verhindert seid, jemanden für euch zum Einkaufen schickt und diesem jemand eure Karte mitgebt. In einem solchen Fall würden wir aber darum bitten, dass ihr kurz anruft und bescheidgebt, dass jemand kommt. Dann wissen wir ganz sicher, dass es sich um niemanden handelt, der die Karte auf der Straße gefunden oder euch bei einem Raubüberfall abgenommen hat (die Dinger sind begehrter als man denkt!).

Weihnachtssortiment
Da sind tatsächlich einige besonders leckere Sachen schon jetzt nicht mehr lieferbar, weil viele andere Leute die offenbar auch besonders lecker finden. Wenn ihr also in stiller, fast kindlicher Vorfreude täglich an einer Tüte Marzipankartoffeln vorbeilauft und denkt: „Eines Tages kauf ich dich! Wenn nur die heilge Weihnacht noch ein Stücklein näher ist!“, dann ist unser Rat: Besser früher als später dem Drang nachgeben, sonst gibt es keine Marzipankartoffeln mehr, wie es schon jetzt keine Schoko-Zimt-Mandeln mehr gibt. Wir für unseren Teil bereuen sehr, nicht mehr von den Dingern gegessen zu haben.
In diesem Zusammenhang auch nochmal die Erinnerung an die Weihnachtsschließung: Am Heiligabend-Mittwoch öffnen wir von 9 bis 12 Uhr, und dann schließen wir bis zum 2. Januar!

Neue Sachen
Da gibt es so das eine oder andere. Zum Beispiel feine Weine: Cabernet Barrique von Giol (italienisch), Solluna Montepulciano (italienisch, nach den guten Empfehlungen durch seinen Bruder Nero d’Avola), Domaine de Brau Chardonnay (französisch, ein rauchiger Weißer, weil, um Himmels Willen, wir hatten noch keinen Chardonnay). Und auch Käsen: Morbier, Zwölfender, Brie mit Walnüssen, und noch so mancher mehr! Außerdem: Johannisbrot. Sieht komisch aus, liegt im Gemüseregal und schmeckt süß, wenn man es kaut. Nicht auf die Kerne beißen!

So. Es gibt uns zwar erst ein paar Monate, aber da in der Welt der Finanzämter trotzdem unser erstes offizielles Geschäftsjahr mit dem Dezember enden wird, ist ein kleiner, sentimentaler Geschäftsjahresrückblick sicherlich nicht fehl am Platze:
Wisst ihr noch, wie es war, als wir keine Türen hatten, sondern bloß Holzbretter? Könnt ihr euch noch erinnern, wie Nico beim schwungvollen Versuch, das Deichkäse-Preisschild zu lesen, nahezu mit dem Kopf die Käsetheken-Schiebetür zertrümmerte, weil er dachte, sie sei nicht da? Und was haben wir gelacht, als Reuli die Preisschilder für Chicoree und Radicchio verwechselt hat! Und dann die für Pastinaken und Süßkartoffeln. Ja, wir waren jünger damals, aber wir wussten auch weniger. Und jetzt haben wir über 260 Mitglieder, und die Arbeit mit euch ist uns zum Alltag geworden. Es kommt uns vor, als wären seit dem Tag, an dem wir zum ersten Mal die Türen geöffnet bzw. die Bretter beiseitegeräumt haben, mehrere Ewigkeiten vergangen.
Und jetzt wirklich ganz ohne Witz: Ein sehr angenehmer Alltag ist das. So muss Arbeiten sein.

Macht euch eine schöne Zeit, esst viel und gut, kommt gut rüber und bald wieder.
Anne, Berit, Florian, Nico und Reuli

 

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