warenwirtschaft Newsletter_72

Moin! Tach! Hallo! Schön, von Dir gelesen zu werden!

Was können wir Dir heute bieten? 

  • den Termin für die Sommerschließzeit
  • ein paar Worte zu hohen Warenpreisen
  • Einkaufen für Nicht-Haushalte
  • die alte warenwirtschaft im ollen Social Media
  • eine recht neue Mitarbeitende
  • und neue Produkte, klar. 

Jahaaaa – da freust Du Dich. Endlich wieder ein Einblick ins Leben der Biobranche zum Anfassen. Was machen diese Biodealerinnen und -dealer meines Vertrauens eigentlich, wenn ich sie nicht gerade dabei beobachten kann, wie sie hinterm Tresen oder am Regal irgendeine Ware schwingen und dann piept irgendwas? 

Das können wir Euch sagen. Ist ja klar, es ist fast schon Sommer, da überlegen wir natürlich, welchen Adventskalender Ihr wohl im Dezember kaufen wollt. Ob Eure Kinder diesmal auch vegane Schokolollies haben wollen oder doch lieber wie immer die Vollmilch-Variante. Ob Ihr mehr Elisenlebkuchen mit Schoko drauf haben wollt oder auch die nackigen.

Das Leben der Einzelhandelnden ist manchmal komplett verschoben, azyklisch. Und dann stellen wir uns vor, dass der Großhandel das noch früher planen muss und die Produzierenden NOCH früher und die Produktentwicklung am allerfrühsten und dann schicken wir die Bestellung des Weihnachtssortiments lieber schnell ab und schreiben mal wieder einen Newsletter. Für das Hier und Jetzt. Und ein bisschen für das Demnächst. 

warenwirtschaftssommerpause

Wir haben in den Sommerferien auch dieses Jahr wieder zwei Wochen den Laden zu, weil ja eh nix los ist in der Stadt, weil wir entspannt Urlaub machen können wollen und weil es dringend Not tut, mindestens einmal jährlich ein paar Ecken in den Räumlichkeiten zu reparieren, zu putzen, anzumalen. 

Plant also bloß keinen Einkauf in diesem Zeitraum: 

20. Juli – 2. August 2026

Montag, den 3.8. ab 9 Uhr könnt Ihr dann gerne wieder kommen und mal schauen, ob Ihr irgendwas Neues bei uns entdecken könnt. 

Steigende Warenpreise

Vor etwa einem Jahr haben wir zuletzt unsere Mitgliedsbeiträge erhöht. Das haben wir alles erklärt und begründet und haben natürlich schon gemerkt, dass es für einige zunehmend eine Hürde darstellt, bei uns Mitglied zu werden und zu bleiben. Und es es ist uns schon auch klar, dass neben den monatlichen Beiträgen auch die Preise für die Waren in der warenwirtschaft in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. 

Das ist nicht nur bei uns so und das ist erst recht nicht nur im Bio-Sektor so. An sich sind die Gründe dafür bekannt und dennoch fällt es manchmal schwer, das abstrakte Wissen über globale Entwicklungen mit dem Live-Erlebnis an der Kasse oder am Regal zusammenzubringen. 

Beispiel: Kakao/Schokolade. Vivani, bzw. deren Mutterunternehmen ecofinia, hat schon vor etwa zwei Jahren in einem Rundschreiben über die Hintergründe ihrer Preiserhöhungen informiert. Schlechte Ernten, Unwetterereignisse (von denen es bekanntermaßen durch die fortschreitende Klimakatastrophe immer mehr gibt und geben wird) und dazu noch Spekulanten verursachten explodierende Rohstoffpreise. Dazu steigt (das ist ja auch ganz gut) teilweise das Lohnniveau bei produzierenden und verarbeitenden Betrieben. Und immer wieder gibt es Trendprodukte, bei denen die Herstellenden der plötzlich gestiegenen Nachfrage nicht mehr hinterher kommen und dann wird das knapp und dann wird das teurer. Kürzlich etwa: Proteinpulverkrams (für uns nicht so relevant) aber auch Tofu (hier merken wir das zumindest bei der Verfügbarkeit schon mehr: ein Teilsortiment von Taifun bspw. wird seit einigen Wochen einfach nicht mehr produziert). 

Dann haben wir noch die vielbesungenen Treibstoff- und damit Transportkosten: Einige unserer Lieferanten erheben seit einiger Zeit eine Transportpauschale, so lange der Diesel-Preis einen spezifischen kritischen Preis übersteigt. Und das ist ja nur das letzte Element in der Liefer- und damit Transportkette: an allen Stellen werden Rohstoffe und Zwischenprodukte und Verpackungsmaterialien und und und transportiert. Und wenn Transport teurer wird, wird eben das Endprodukt um den Faktor X teurer. 

Noch ein Beispiel: Olivenöl. Auch davon war der Preis in den letzten Jahren durch obengenannte Gründe extrem angestiegen. Aber kürzlich bekamen wir hier auch mal ganz ungewohnte Neuigkeiten. Das Olivenöl von Saborita (im goldenen 5-Liter-Kanister) ist bei der letzten Lieferung tatsächlich mal wieder deutlich im Preis gesunken, weil die Ernte in 2025 eben nach drei Jahren mit Dürre-Problemen endlich wieder besser war. Man mag ja gar nicht glauben, dass es sowas noch gibt. Und wenn man sich die Weltwirtschaft, politische Entscheidungen, die Klimakrise so anschaut, dürfen wir wohl auch nicht erwarten, dass das oft passieren wird. 

Aber auch schön zu merken, dass unsere HandelspartnerInnen solche Effekte weitergeben und nicht die Übergewinne einstreichen. 

Unterm Strich bleibt es wie immer eben eine Frage der Prioritäten – wofür und wo will ich mein Geld ausgeben? Ist es das gute und umweltschonend produzierte Essen für mein Zuhause, ist es die Gastronomie, sind es Autos oder Gadgets, Zigaretten oder Meerschweinchen-Tattoos? Eine selbstverständlich total offene und so gar nicht suggestive Frage Eurer LebensmittelhändlerInnen. Wir geben uns jedenfalls immer schon Mühe, die Preise bei uns nachvollziehbar zu halten: auf unsere Einkaufspreise rechnen wir nur 12% Aufschlag für Verlust und Verderb, alle anderen Preisenwicklungen haben nichts mit uns zu tun. 

Über den Haushalt hinaus einkaufen

Wir haben durch Beobachtungen an der Kasse und einige spezielle Nachfragen gemerkt, dass es gut wäre Folgendes nochmal zu erklären: 

Unser Angebot und Beitragssystem ist auf Privat-Haushalte ausgerichtet. Also Du wohnst in einer Wohnung mit X nahen Verwandten und ihr wirtschaftet da gemeinsam vor Euch hin und kauft zu diesem Zweck bei uns ein. Und wenn Du für Dich und X weitere große und x weitere kleine Menschen einkaufst, zahlst Du eben auch die entsprechende Anzahl an Mitgliedsbeiträgen. 

Nicht vorgesehen ist, dass Du zum Beispiel für Deine Nachbarinnen mit einkaufst und Dir von ihnen das Geld wieder holst. Und auch nicht, dass Du Deine Bürogemeinschaft und Deinen Business-Bedarf über Deine Mitgliedschaft abdeckst. 

Unsere Mitgliedspreise sind fast Selbstkostenpreise – daran verdienen wir kaum was. Wenn nun im Extremfall für sehr wenige Mitgliedsbeiträge sehr viel eingekauft wird, haben wir sehr viel Aufwand für sehr wenig Ertrag – dann funktioniert unser Laden nicht mehr. 

Da gibt es natürlich einige Szenarien und Grenzfälle. Super klar zu trennen ist das nicht. Aber sagen wir mal so: 

Du kaufst neben Deinem Privatbedarf auch ab und zu mal eine Packung Kekse und eine H-Milch für Deinen Pausenraum: schon ok. 

Du versorgst den Vorratsschrank aus Deiner Bürogemeinschaft oder besorgst Dir bei uns Zutaten für ein Catering, für das Du Dir die Kosten erstatten lässt oder gar Geld damit verdienst: das dann bitte bei uns separat bezahlen zum Normalpreis. 

Du willst regelmäßig reguläre Einkäufe machen für einen Zweck, der nicht zu Deinem Haushalt gehört und auch anders finanziert wird: dann sprich uns an. Wir haben bis jetzt immer eine transparente Lösung für alle möglichen Szenarien  gefunden. 

Wenn Dir das nicht konkret genug ist und Du überhaupt nicht weißt, wie Du Dich hier selbst einschätzen sollst: sprich uns einfach an oder schreib uns eine Mail. 

Danke!

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Wir werden diesen Sommer 18 Jahre alt, und damit erwachsen und endlich alt genug, um uns eigenständig in den sozialen Medien zu bewegen. Früher sollte man das auch wirklich nicht machen, das wäre unverantwortlich. 

Und trotz aller berechtigter Vorbehalte gegen die Realität und die Abgründe dieser Welt: die Idee bleibt eine ursprünglich gute und es lassen sich damit schon so einige sinnvolle Ziele verfolgen. Wir planen also in nächster Zeit ein paar mehr Dinge bei Instagram zu zeigen: Neben unseren Mittagsangeboten und Kulturveranstaltungen (das gibt es schon länger) ein paar Eindrücke von unserem Angebot und unserer Atmosphäre, unsere Idee und unsere Ideale. Und vielleicht werden dadurch noch ein paar Leute aus unserer Nachbarschaft auf uns aufmerksam, denen wir bisher durch die Lappen gegangen sind. Darum – wenn Euch ein Post von uns teilenswert erscheint: teilt ihn gern! Glocke, Dingsi, Sterne, Herzen und so weiter.

Nicht mehr ganz so neue Mitarbeiterin

Wir kennen Euch, Ihr kennt uns – da ist Euch sicherlich aufgefallen, dass uns schon seit ein paar Monaten eine weitere emsige Hilfe unterstützt: Kristina ist jeden Vormittag einige Stunden in der warenwirtschaft und kümmert sich um Lieferungen und Käse und so einige Aufgaben mehr. Kristina kommt von den Elbe-Werkstätten zu uns. Ein Glück, dass wir den gemeinsamen Vertrag gerade verlängern konnten!

Ansonsten: Team stabil! Kann gern so bleiben.

Die neuen Produkte

Kein warenwirtschaftsnewsletter ohne die klassischen Neulistungen. 

Aber vorher zunächst ein Abschied – wir hatten das auch schon auf unserer Internet-Seite berichtet: seit April werden wir nicht mehr vom Arpshof beliefert. 

Der Arpshof hat uns von Anfang an begleitet und war auf verschiedenen Wegen mit uns verbunden, daher ist uns das sehr schwer gefallen. Es gab und gibt zurecht ein paar Fans des Brotes vom Arpshof (die trifft das natürlich besonders), aber auch die Brotbestellung wurde über die Jahre immer weniger und die Nachfrage zu gering. Es gibt inzwischen auch keine Hühner mehr auf dem Hof, die Eier hat Nicole vom Arpshof Lieferservice darum von einem anderen Demeter-Hof für uns dazu bestellt – auch das war ein großer Posten der Bestellung, der so für uns keinen Sinn mehr ergeben hat.

Alles in allem ist dieses Kapitel nun also schweren Herzens beendet. Danke an den Arps für viele gute Sachen über viele Jahre!

Jetzt aber das Neue, zumindest eine Auswahl davon: 

Frisches:

  • Wöchentlich frisches Gemüse, Salate und Kräuter vom Gemüsegarten Matthias – knackig und wunderschön! 

Gekühltes: 

  • Soyananda Kräuter-”Frischkäse”
  • Verrano Rote Bete und Sellerie – bitte dringend probieren – hauchdünn geschnittenes, fermentiertes und geräuchertes Gemüse – feiner Geschmack, erstaunliche Konsistenz. 
  • Galloway-Salami (die große Rindersalami von de Öko Melkburen gibt es erst ab Herbst wieder!)

 Ungekühltes:

  • Flapjacks von Allos
  • Süßlupinen im Glas von NurPuur
  • Diverse herzhafte und süße Aufstriche und „Käsebegleiter“ von Ölkännchen
  • Von Beutelsbacher zahlreiche Säfte und Saftmischungen (check mal Mango-Kokos: laut Toni Urlaubsfeeling pur) und auch Balsam-Apfelessig – eine Empfehlung der Küche, das kann wirklich in jedes Essen, lecker! 
  • Hirsegrieß – Annes Lieblingsfrühstück!
  • Veganer Speck-Ersatz von Biovegan – wirklich erstaunlich und würzig und knusprig und dabei besteht es nur aus geräucherten Pilzen.
  • Damit Euer Darm floriert: milchsauer eingelegte Rote Bete und Saure Gurken
  • Cremosini Minze – Zartbitter Taler mit Minze von Vivani – angeblich ein Top-Seller unter den Neuprodukten unseres Großhändlers. Mal sehen ob das auch bei uns und Euch so sein wird!

 Nicht-Essbares: 

  • Demeter Gesichtspflegeserie Baldini von Taoasis – Preis/Leistung top
  • i+m Sonnencremes – findn wa jut. 

und noch so einiges mehr… 

Anne, Florian und die warenwirtschaft sagen Danke und Tschüss. Wir lesen uns!