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irgendwas mit geld

Samstag, 25. Mai um 20:00

FINANZCOOP oder REVOLUTION IN ZEITLUPE – Lesung und Diskussion

Stellt euch vor: Da gibt es kleine Gruppen von Leuten mit ganz unterschiedlichen sozialen und wirtschaftlichen Hintergründen, die all ihr Geld in einen gemeinsamen Topf schmeißen und zusammen davon leben – lauter kleine, funktionierende Kommunismen, von der Mainstream-Gesellschaft weitestgehend unbemerkt.

Wir sind mit einer dieser Gruppen ziemlich eng verbandelt und haben über die Jahre immer wieder reichlich ungefähr solche Gespräche mit ihnen geführt:

„Für mich wär das ja nix – aber wie macht ihr das denn, wenn…“
„Ach so! Nee, das könnte ich nicht. Aber was ist denn, wenn einer von euch…“ „Achwas! Interessant! Mir ist das sehr fremd. Aber wie geht das denn bei euch, wenn…“

Und dann, als wir uns an das faszinierende Projekt in unserem Bekanntenkreis ein bisschen gewöhnt hatten, haben wir immer wieder andere dabei beobachtet, wie sie dieselben Fragen stellten: Zwischen Faszination und Befremden, zwischen Neugier für diese gelebte Utopie und dem vielleicht unbewussten Bedürfnis, den „Haken“ zu finden, um Frieden mit der Tatsache machen zu können, dass man selber nicht so lebt. Geld (und der Umgang damit) scheint etwas zu sein, was der Mensch selbst in aufgeklärtesten und aufgeschlossensten Kreisen doch lieber nur mit sich selbst „ausmacht“. 

So oder so: Das Konzept Finanzcoop ist ein extrem ergiebiges Gesprächsthema, das kaum jemanden kaltlässt, wenn man ihm denn einmal begegnet. Und jetzt können mehr Leute denn je diesem Thema begegnen und sich anregend damit auseinandersetzen, denn: Unsere Freunde haben ein Buch geschrieben.

In „FinanzCoop oder Revolution in Zeitlupe“ stellt sich eine Gruppe von Menschen vor, die etwas anderes machen als der große Rest der Gesellschaft: Sie teilen ihr Geld, obwohl sie weder in einer Stadt leben noch durch familiäre Bande zusammengehalten werden. Mehrmals im Jahr kommen sie zusammen und regeln ihr finanzielles Auskommen der nächsten Monate.
Der regelmäßige Austausch über Befinden, Geld, materielle Werte und vor allem die eigenen Bedürfnisse zeigt ihnen auf, was Geld in unserer Gesellschaft bedeutet, was es leistet, aber auch verunmöglicht… und welche unentdeckten Freiräume eine andere Art von Ökonomie schaffen kann.
Ohne Anspruch auf die Perfektion ihres Modells wollen sie mit ihren Berichten und Reflexionen der vergangenen 20 Jahre einen Anstoß zum Umdenken geben.

Wir haben die Gruppe eingeladen, uns das Buch und Ihr Projekt vorzustellen. Um Neugier, Nachfragen und Diskussion wird ausdrücklich gebeten.

Details

Datum:
Samstag, 25. Mai
Zeit:
20:00